Aphasie nach Schlaganfall: Der Weg zurück zur Sprache

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Aphasie Rehabilitation Illustration

Ein Schlaganfall verändert das Leben von einem Moment auf den anderen. Neben körperlichen Einschränkungen leiden viele Betroffene unter einer Aphasie – einer Sprachstörung, die das Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben beeinträchtigen kann. In diesem Artikel erklären wir, was Aphasie ist und wie logopädische Therapie den Weg zurück zur Kommunikation ebnen kann.

Was ist Aphasie?

Aphasie (griechisch: „ohne Sprache") ist eine erworbene Sprachstörung, die durch eine Schädigung der sprachrelevanten Hirnareale entsteht. Bei einer Aphasie ist die Sprache beeinträchtigt – nicht aber die Intelligenz. Betroffene wissen genau, was sie sagen wollen, können es aber nicht oder nur eingeschränkt in Worte fassen.

Häufigste Ursachen

Formen der Aphasie

Je nachdem, welche Hirnregion betroffen ist, können unterschiedliche Formen der Aphasie auftreten:

Broca-Aphasie (motorische Aphasie)

Wernicke-Aphasie (sensorische Aphasie)

Globale Aphasie

Amnestische Aphasie

Auswirkungen auf den Alltag

Aphasie betrifft alle Bereiche der sprachlichen Kommunikation:

Sprechen

Verstehen

Lesen und Schreiben

Der Rehabilitationsprozess

Spontanerholung

In den ersten Wochen und Monaten nach dem Schlaganfall kommt es häufig zu einer spontanen Besserung der Symptome. Das Gehirn beginnt, sich zu reorganisieren und teilweise können andere Hirnareale Aufgaben übernehmen.

Logopädische Therapie

Die logopädische Therapie ist der Grundpfeiler der Aphasie-Rehabilitation. Je früher sie beginnt, desto besser sind die Erfolgsaussichten. Die Therapie sollte intensiv und regelmäßig erfolgen.

Therapieansätze

Erfolgsfaktoren

Tipps für Angehörige

Der Umgang mit einem aphasischen Familienmitglied erfordert Geduld und Verständnis:

Do's

Don'ts

Hoffnung und Perspektiven

Auch wenn eine vollständige Wiederherstellung der Sprache nicht immer möglich ist, können die meisten Betroffenen durch konsequente Therapie deutliche Verbesserungen erreichen. Moderne Forschung zeigt, dass das Gehirn auch im Erwachsenenalter noch erstaunliche Fähigkeiten zur Reorganisation besitzt (Neuroplastizität).

Entscheidend ist, nicht aufzugeben und die Therapie langfristig fortzuführen. Selbsthilfegruppen können dabei helfen, den Austausch mit anderen Betroffenen zu pflegen und voneinander zu lernen.

Wir begleiten Sie und Ihre Angehörigen auf dem Weg der Rehabilitation. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung und Therapieplanung.